Der Biotopverbund dient der dauerhaften Sicherung der Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen, einschließlich ihrer Lebensstätten, Biotope und Lebensgemeinschaften sowie der Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen.
Als ein Fachkonzept des Naturschutzes sichert der Biotopverbund Kernflächen (Flächen mit herausragender Bedeutung für das Biotopverbundsystem) und Verbindungsflächen (Flächen mit besonderer Bedeutung für das Biotopverbundsystem). Die Kernflächen enthalten die aktuell geschützten Flächen und die naturschutzwürdigen Flächen des Biotopkatasters als wesentliche Bestandteile. Die Verbindungsflächen sollen die Ausbreitung bzw. den Austausch von Individuen benachbarter Populationen ermöglichen. Der Biotopverbund trägt zur besseren Verknüpfung der Natura-2000-Gebiete bei und ist damit auch ein Kernstück für den Erhalt und die Entwicklung der Biodiversität im Rahmen der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.
Die Sachdokumente zum Biotopverbund beinhalten fachspezifische Hinweise und Empfehlungen für den Schutz und die Entwicklung von geeigneten Lebensräumen, Lebensstätten und deren abiotische Standortverhältnisse, die Voraussetzung für ein intaktes Biotopverbundsystem sind.
Der Biotopverbund ist Bestandteil des Fachbeitrages des Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Grundlage für die Entwicklung eines Biotopverbundsystems sind die §§ 20 und 21 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG).
Nach § 8 Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG NRW) erstellt das LANUK den Fachbeitrag des Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Dabei gilt, dass BSN Flächen nicht zwangsläufig als NSG ausgewiesen werden müssen, sondern können auch über Vereinbarungen des Vertragsnaturschutzes gesichert werden.
Die Biotopverbundflächen von besonderer Bedeutung der Verbundstufe II beinhalten Flächen und Elemente mit Verbund-, Trittsteinfunktionen sowie Pufferfunktionen für die Kernlebensräume. Die funktionalen Beziehungen zwischen Lebensräumen sollen durch gezielte Maßnahmen, entsprechend den Zielen des Biotop- und Artenschutzes, zu einem Netzt von Biotopverbundflächen erhalten und entwickelt werden.